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Von: j.kerth <j.kerth@onlinehome.de>
Datum: 26. April 2010 00:43
Betreff: Gruß von Jürgen Kerth
An: rainer.hilse@googlemail.com

Hallo Rainer,
habe eure Seite mit Genuss durchstöbert. Genau so war's.

Gruß Jürgen


Unsere Geschichte als Tagebuch


Biographische Informationen

1965-1970 Besetzung der Band
1965-1966 Klaus-Dieter-Scheidt- Gitarre und Gesang
Rainer Wölke - Bass und Gesang
Hartlieb Romeick - Orgel und Gesang
Günter Kietzmann - Schlagzeug
Rainer Hilse - Leadgitarre und Gesang
1968-1970 Klaus Schicke- Rhythmusgitarre       
2001 und 2001 OASE-Tonstudio in Strausberg
CD-Aufnahmen mit
Günter Kietzmann - Schlagzeug
Rainer Wölke - Bass/ Voice
Rainer Hilse - Leadguitar/ Keyboard/ Voice
Henry Koppermann - Keyboard/ Voice
Jürgen Elsholz - Prcussions/ Voice


Die Story der Sattleman, Strangers & RELAIS

Intro:  1965 - Günter erzählt:

Der erste Gedanke, eine Beatgruppe zu gründen, kam von Rainer Hilse. Ich ging damals mit ihm in eine Klasse. Unser Entschluss, denn ich machte sofort mit, wurde noch darin verstärkt, als Rainer sich eine Gitarre kaufte. Ich sollte Baßgitarre spielen. Wir erkundigten uns bei den Rampenlichtern, speziell bei Sigfried Hörger (Sifte)-Schlagzeuger der RL, ob sie nicht eine Baßgitarre für mich hätten. Durch Zufall hatte Roland Michi ( Baßgitarrist der RL) auch eine, aber mein Geld reichte nicht aus, obwohl ich neben der Schule arbeiten ging. Nur Rainer konnte sich von Roland M. einen Tonabnehmer in seine Gitarre für 30 DM-Ost  einbauen lassen (siehe Bild "The Strangers" Rainer rechts). Es wurde also aus der Baßgitarre nichts, denn als ich das Geld zusammen hatte, war die Gitarre nicht mehr da. Roland M. hatte sie schon verkauft.

Rainer erzählt:

Da kam Sifte eine Idee. Er hatte einige Schlagzeug-Teile übrige und bot sie Günter zum Verkauf an.  Der überlegte nicht lange und nahm das Angebot an.  Für einen kleinen Geldbetrag bekam Günter sofort eine Flachtrommel (Snare-Drum) und eine Einladung, die mit gekaufte Tieftrommel (Base-Drum) am Freitag,..1965, im Hermann-Jahn-Heim in Erfurt Süd abzuholen (siehe Bild oben "The Strangers" Günter 2.v.l.).

Wir machten uns zum verabredeten Termin rechtzeitig auf die Socken und erschienen pünktlich 19:00 Uhr vor dem Hermann-Jahn-Heim. Wir wußten nicht, dass an dem Abend dort eine Beat-Veranstaltung stattfand.  Schon aus der Ferne hörten wir  den typischen Beat der Drums. Günter und Rainer stürmten  die Treppen zum Eingang herauf und rissen die Tür auf. Es war unglaublich was wir sahen. So was kannten wir  zu diesem Zeitpunkt nur aus dem Beat-Club von Radio Bremen.

Im ganzen Haus war eine unbeschreibliche Atmosphäre. Die meisten Jugendlichen tanzten, andere standen mit dem Bierglas herum und hörten der Musik zu.  Die Band, es waren die "Moondogs", spielte gerade den Song "Poor Boy" von den Lords. Es waren drei Typen. Der Sänger stand auf der kleinen Bühne im Vordergrund (wir in späteren Zeiten auch) und spielte Baßgitarre. Die beiden anderen standen dahinter an der Gitarre und am Schlagzeug. Wir waren total begeistert und wollten gar nicht wieder weg. (Ähnlich wie die Schlüsselszene in dem Film "Dirty Dancing" mit Jennifer Grey beim Song "Wipe Out")

 Irgendwann kam Sifte auf uns zu und holte vom Boden die versprochene Tieftrommel.  Nun mussten wir leider los, denn wir wussten nicht wohin mit der Drum und außerdem waren wir auch erst 13 bzw. 14 Jahre alt.

Seit dieser Zeit war und ist Günter unser Schlagzeuger.

1965 - In diesem Jahr beginnt unsere Geschichte. Drei Jungen, sie gingen zusammen in die 8. Klasse, fanden sich zusammen, weil sie die große Liebe entdeckt hatten - zur BEATMUSIK.
Ihre Idole The Beatles, The Rolling Stones, The Monkees, The Rattles, Chuck Berry, The Lords, The Kinks und viele mehr.
Ihnen war in den Sinn gekommen, eine Band zu gründen. So fragten sie andere Freunde und diese borgten den Dreien einige Klampfen. Die zwei, die uns interessieren, nämlich Günter Kietzmann und Rainer Hilse "spielten" damals Bassgitarre und Rhythmusgitarre, der Dritte im Bunde auf Kochtöpfen und Deckeln "Schlagzeug". Ihr Name war "The Sattlemen" und sie spielten in Günters kleinem Zimmer.

Günters Eckwohnung im 1. Stock in der Mehringstraße

Jedesmal nach einer viertel Stunde klopfte es von allen Seiten. Die Nachbarn beschwerten sich – sie rannten Günter bald die Bude ein. Unsere Sattlemen dachten nicht daran aufzuhören. Sie droschen weiter auf die "Instrumente" ein. Der Dritte verschwand bald wieder.

Rainer kauft sich von seinem Jugendweihe-Geld eine Schlag-Gitarre im Erfurter Kaufhaus (128 DM) und durch Beziehungen zu Siegfried Hörger (Sifte von den Rampenlichtern jetzt Vital, Lacy Dogs und Polars 3. v.l.), übrigens der damalige Mann von Günters Cusine, baute Roland Michi ( Bassman bei den Rampenlichtern) einen Tonabnehmer (Pick Up) in die Gitarre ein, so dass ab sofort elektrisch verstärkt gespielt werden konnte. 

rampenlichter.doc

Der Thomas Müntzer Jugendclub                                                          Proberaum der Rampenlichter                Jürgen Kerth, Hans-Jürgen Gottschalk, Roland Michi und Siegfried Hörger.


Für uns erste Begegnung mit der Beat-Musik

1966 - Ein neuer Spieler kam im Frühjahr dazu. Klaus-Dieter Scheidt hieß er und spielte Gitarre. Von da an nannte sich die Gruppe" The Strangers". Ein Auftritt in der Feinkost Erfurt.


Sie probten weiterhin bei Günter. Klaus-Dieter aber hielt nicht durch. Er ließ sich zu keiner Probe mehr sehen und die Anderen ließen ihn gehen. Aus der Zeit stammen die ersten "historischen" Bandaufnahmen über die man heute oft lacht. Klaus-Dieter war später Chef der "Tornados".                                                                        

 links Klaus-Dieter   

im Tivoli

Plötzlich saßen unsere Beiden einsam da und hatten keine Mitspieler. Die letzte Hoffnung war die neue Schule, in die Günter kam! So geschah es nach dem Schulanfang, Günter hatte sich Rainer Wölke angelacht. Die Besetzung war nun Günter am Schlagzeug ( das war neu ), Rainer H. an der Melodie-/Rhythmusgitarre und Rainer W. am Bass ( gemeint ist die Bassgitarre, die er sich extra von einem Gitarrenbaumeister aus Erfurt (Am Anger) herstellen ließ. Günter erwarb für ein paar Mark von Sifte aus dem Herman-Jahn-Heim eine große Trommel.

1967 - Es war das Jahr der ersten Auftritte! Vorher aber zurück ins Jahr 1966. Ende 1966 kam der vierte Mann zum Trio. Er ging in Günters neue Klasse. Dieser kam eines Tages zusammen mit Rainer W. zu ihm und er wurde als Klavierspieler "eingestellt". Der Neue hieß Hartlieb Romeick sah und hörte sich das Ganze einmal an und überlegte. Hartlieb wollte nun mitspielen, es musste aber ein neuer Proberaum her. So nervte Hartlieb seine Regierung so lange, bis ein Keller im Haus ausgeräumt werden durfte.

Die "Relais" schnappten sich, pardon die "Strangers" , alle Kellersachen und Kellerschränke. Sie wurden in einen anderen Keller geschmissen, einiges ging dabei leider zu Bruch. Das war ein Spaß. So nun hatten wir endlich einen zünftigen Beatkeller. Alle Instrumente – das Schlagzeug war (fast) vollständig, Rainer hatte zwar an seine Gitarre einen Pick Up, aber wozu einen Tonabnehmer, wenn keine Verstärker da waren. Woher nehmen?-Selbst bauen macht sich Hartlieb zur Devise wühlte in diversen Schaltplänen. 

Im Keller von Hartlieb

1967Das Jahr des großen Aufschwungs

Wie gesagt, er setzte sich hin und nahm erst einmal 25 alte Radios auseinander, um Bauteile zu gewinnen. Die ganze Wohnung war voll von Staub, zentimeterdick und Mutter schimpfte. Nach diesen Mühen sollten wir das erste mal spielen, aber womit? Radios mussten her und hauptsächlich Vorverstärker. So setzte Hartlieb sich hin und wollte einen Vorverstärker bauen, aber woher das Chassis nehmen. Mit unvorstellbaren Mühen wurde aus einem alten Ofenblech ein Chassis zurechtgebogen, geschnitten und gebohrt. Der Aufbau wurde daraufgehauen und die Schaltelemente angelötet. Der Vorverstärker gab seine ersten Töne von sich. 

Alle Vier waren die glücklichsten Boys auf der Welt.  Langsam nahte der erste Auftritt überhaupt. Wir konnten ganze sieben Lieder, wobei man " Hang on Sloopy" gleich zweimal zählen musste. Wir probten es bis wir blöd wurden vom Wiederholen.

1967 - Im Mai erster Auftritt

Eines Sonnabends war der große Tag. Wir sollten bei einer großen Klassenfeier spielen. Um 19.00 h fuhren wir mit dem Auto von Hartliebs Vater in das Hermann-Jahn-Heim zum ersten Auftritt. Im Auto war das Schlagzeug, 3 Radios und unser gutes Stück der Vorverstärker verstaut. Gegen 20.00 h trafen wir im Lokal ein und wurden schon von der Klasse sehnlichst erwartet. Wir fühlten uns natürlich wie "halbe Stars". Welch ein Tag! So fingen wir an aufzubauen. Hartlieb hatte sich inzwischen eine "Elektronik Orgel " gekauft- zu deutsch ein Harmonium für 480 M aus dem An- & Verkauf. Wir bauten und bauten und wurden nicht fertig. Endlich, gegen bzw. nach 22.00 h stand alles. Das war Aufbaurekord. Aber beim ersten Lied , natürlich " Hang on Sloopy" fiel plötzlich unser guter Vorverstärker aus. Hartlieb blieb nichts übrig als immer wieder dagegenzutreten, damit er wieder funktionierte. So ging es mit viel Gebrumme und Nervosität und riesigen Pausen weiter. Immer wieder wurden die Titel ( 7 konnten wir!!! ) hervorgeholt.  Rainer Ws. Bruder half uns aus der Klemme. Er spielte die tollsten Titel auf der Gitarre, Günter spielte Schlagzeug und Manfred ( Rainers Bruder) nuschelte etwas in englisch. Wir begriffen, dass man nicht alle Texte in Englisch lernen musste, es ging auch so in Denglisch. Endlich war der Schluss gekommen, die Klasse war befriedigt, sie hatte jedenfalls genug fürs erste von uns. Wir hatten unsere ersten 10 M verdient. 

das Herrmann Jahn Heim in der Reichartstraßeder Eingang

1967 - August - Weiterentwicklung

Von den 10 Mark kaufte sich Günter ein Trommelfell für sein Schlagzeug. Die nächste Idee der Fab- Four war die Ausschmückung des Kellers. So kauften wir säckeweise Farbe und Pinsel. Die weißen Wände wurden abgewaschen und rot, grün, gelb und blau gestrichen. Ebenso die Decke. Daruf kamen große bunte Starbilder (Beatles Star-Schnitt aus der BRAVO). Der große Treffer war ein weicher Teppich. Hartlieb baute währenddessen weiter an Verstärkern, bis 3 Vorverstärker vorhanden waren. Einer für die Gitarren, einer für die Bassgitarre und einer für Mikrofone.Es dienten billige Kristallmokrofone. An jeden Vorverstärker waren 2 Radios angeschlossen. Welch eine Anlage. Wir waren stolz. Währenddessen spielten wir noch 3 mal für die gleiche Klasse und für eine 10. Klasse-Faschingsfeier in Räumen der ERFURTER VERKERHRSBETRIEBE. Alle Auftritte bekamen wir mit ca. 15 M ! sehr hoch" bezahlt. Wir hatten jedenfalls großen Spaß. Für den EVB- Auftritt vermittelte uns Rainer Hs. Vater einen Menschen, der uns 5 Super-Vorverstärker von seiner Firma (GHG-Stasi) leihte. Die Anwohner um die EVB haben sich sogar später beschwert, weil wir so laut waren. Langsam aber sicher ging es mit uns aufwärts. Wir hatten ca. 25 Titel parat, alle schlecht und recht gespielt, na ja.

unsere Vorverstärker mit 3 Eingängen (Diodenbuchsen) z.B. für Mikros
oder Gitarren bzw. Harmonium.                             Fotos von Hartlieb
Hauptbestandteil eine Röhre ECC 82 s.o. Fotos: Günter und Hartlieb

                                  
1967 - Fortsetzung

Und es ging immer so weiter. Öfters mal Auftritte. Die Titelzahl nahm langsam zu, die Qualität auch sehr langsam. Die Ferien verbrachten wir im Übungslager in Rhoda. Wir hatten dort zuviel Musik gehört und waren leicht angeschlagen. Morgens, mittags und abends- immer Eierspeisen. Wir schmissen sie schon in Radios, nur damit sie weg waren. Und das harte Brot- naja Spaß hat es jedenfalls gemacht. 

Die Mutter von Rainer H. nähte uns aus Cordsamt Hosen, damit wir ein einheitliches Outfit hatten.  Film youtube

Im Frühherbst war es dann auch Zeit, uns zur Prüfung anzumelden. Nach langem Zögern gingen wir zusammen ins Rathaus. Weil das "nette" Fräulein nach den Beschlüssen ihrer Partei mit " The Strangers " nicht einverstanden war, tauften wir uns in " The Relais"  um.                                                                                                                                    Im Winter drehten wir unseren ersten Buntfilm über die Gruppe, ein riesen Erfolg auf allen Filmbühnen der Welt". Film youtube

1968 - Jahr der "gesellschaftlichen Arbeit"

Die gesellschaftliche Arbeit begann im April, als wir trotz riesiger Schwierigkeiten seitens der Schulleitung in die 1. Oberschule in Erfurt einzogen. Man wollte eine Singegruppe aufmachen und wir bewarben uns als Begleitband. Nach vielen Schwierigkeiten gab man uns endlich einen kleinen Übungsraum, wir zogen aus unserem Keller aus. Vorher hatte Hartlieb noch einen großen Kraftverstärker von einem U-Boot durch Tausch gegen ein Mikrofon erworben. Dazu wurde noch eine Lautsprecherbox gekauft (180 M geborgt) und außerdem eine Box angefertigt. Die 75 Watt mussten ja ausgenutzt werden.

Foto: Eine der PA-Boxen mit 2x12,5 Watt Speakern.
Das Gehäuse,wie auch die anderen Speaker-Gehäuse wurden von Herrn Tischlermeister Rockstroh (meinem Onkel) sehr preiswert gebaut (ca. 25-35 MDN). 


 
Links oben 2 x EL34 (Endverstärker) 
Eine davon war  im Gegentakt Bestandteil des von Hartlieb gebauten Endverstärkers mit 25 Watt Ausgangsleistung.
Diese Röhren werden als EL 84 heute noch in excellenten Röhrenverstärkern eingebaut.

Rechts oben und unten links 2 Röhren aus dem U-Boot Verstärker.

Später benutzten wir 25 Watt Kölleda Verstärker (Funkwerk Kölleda Thüringen) rechts unten (Foto: Radiomuseum).

Fotos: von Hartlieb

Die "Rosa Luxemburg" Oberschule in der gleichnamigen Straße 


Rainer H. kaufte sich eine Solidbody-Gitarre. Wir begleiteten den Singeklub ein Jahr lang. Im August, mitten in den Ferien wurde Hartlieb krank ( Gelbsucht ) wie mieß!

Im September ging Rainer H. zu "Clara". Dort traf er Klaus Schicke und ab 4.9.2000 spielte dieser auch mit, als Rhythmusgitarrist. Am 12.11.68 zogen wir ins Fritz-Noack-Heim. Hartlieb lag noch im Krankenhaus. Mit dem Singeklub hatten wir Auftritte imTivoli und zu Klassenfeiern. 

Das Fritz-Noack Heim am Boyneburg-Ufer
Drei Gitarren sind eine zu viel - meinte der Leiter des Jugendclubs
unten: Günter, Rainer und Klaus beim Konzert im F.N.-Heim


  
1968 - 1969 ist im kommen

Im Fritz-Noack-Heim war allerdings einiges geschehen. Der Chef war begeistert, wir sollten groß rauskommen. Beim ersten Auftritt wurden wir plötzlich kalt abgelehnt, weil wir einige Lieder mit 3 Gitarren! spielten, das war im Bezirk Erfurt nicht erlaubt.           

Hartlieb lag aber immernoch im Bett. So schmiss der Chef uns wieder auf die Straße. Dann hatten wir einen Auftritt im EMS - Klubhaus. Dort fragt uns die Leiterin, ob wir nicht " Hauskapelle werden wollten, wir sagten zu und zogen um. Von dort aus begann unser Feldzug an die große Öffentlichkeit. Wir machte die Spielerlaubnis und spielten im EMS - Klubhaus.

die Zufahrt zum EMS-Klubhausdas Tor ist heute verschlossen

Bald war Hartlieb wieder ok und wir spielten auf Dörfern wie Kühnhausen 1x und Walschleben 2x. Der Auftritt in Kühnhausen war als erster großer Auftritt ein ganz großer Erfolg. Der Saal war proppe voll!. Am Ende gab es noch eine zünftige Schlägerei zwischen einigen betrukenen Zuhörern. Man hatte für unseren Auftritt extra einen Sonderbus für unsere Fans geschartert. So ging die Zeit dahin. Die Steuerbehörden meldeten sich. Wir sollten von unseren 3 M Gage/ h auch noch Steuern bezahlen. Es wurde festgestellt, dass das EMS-Klubhaus die Nachzahlung tätgen musste. Anke, die Leiterin wurde angezählt. Sie nahm sich wenig später leider das Leben.



Unser alter 25 Watt Endverstärker mit 2 x El 84, Mikrofon -Vorverstärkerteil  mit 1x EF 86, Tonabnehmer - Eingängen mit 1x ECC 83 und Gleichrichterröhre EZ 80 und 2 Eingängen. Ein Eigenbau, es gab ja nichts anderes. Manchmal stand das Gehäuse auch unter Spannung  (220 V!!!).

1969 - Das Jahr der großen Auftritte

Aber es ist auch das Jahr der großen Streitigkeiten innerhalb der Gruppe. Bei fast jeder Probe und bei Auftritten hatten wir uns schwer in den Haaren. Jeder will Recht haben und beharrt auf seiner Meinung. Nimmt das ein gutes Ende? Wir waren schon oft am Rande der Auflösung. Trotzdem hatten wir viele Auftritte und Angebote. Herausragend war bis dahin der Auftritt in Gera, der noch viele nach sich zog.                                                  

Vom 26. - 28.6. wurden wir nach Gera eingeladen -EMS- Klubrat. Wir spielten am Sonntag, den 28.6. Nachmittgs von 14.00 h - 19.00 h. Zur Zeit hatte der damalige Parteichef des Bezirkes Gera im Bezirk jede englische Musik verboten. Die Leute lechzten nach Musik von den Stones, Beatles, Bee Gees oder Jimi Hendrix. Wir spielten jedenfalls unser ganzes Repertoire herunter. Zwischendurch wollte der Leiter des Bergarbeiterklubhauses, das wir DDR- Musik spielen sollten. Wir taten ihm den Gefallen und spielten Partisanen vom Amur als Melodie-Version.




Das Publikum fing an zu buhen. Nun entschied der Herr sich wieder anders. Wir sollten nun doch lieber unser geplantes Programm abspielen. Das Publikum war begeistert. Sie wollten immer wieder Satisfaction hören, wir spielten es unentwegt. Bei Holliday von den Bee Gees setzten wir uns an den Bühnenrand und Hey Joe von Jimi Hendrix brachte die Massen zum kochen. Sie knieten auf dem Boden des Saales und kreisten mit den Köpfen und Haaren zum Takt der Musik. Der Vorhang musste 2x gezogen und das ganze Licht abgeschaltet werden, dann war Schluss. Wir waren bis zum Boden zerstört, völlig fertig, wunderbar!!

1970 - The End

Im Frühjahr des Jahres 1970 spielten wir noch in der Reseda, auf der IGA und zum Fasching der Clara - Leute. 


unser Koffer für die Kleinteile 

Im Sommer löste sich die Band auf.  Hartlieb holte an der Penne noch sein Gelbsuchtjahr nach, Rainer W. und Günter K. fuhren nach Mittweida um Elektronik zu studieren, Rainer H. widmete sich dem Lehrerdasein. Klaus Sch. ging arbeiten.
        

Noch heute treffen wir uns und lassen oft die tollen Jahre 1965-1970 auferstehen.

G, H, K,R & R                                                             copyright by Relais 1965- 2013





















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1. Mai 1972: Mucke im Armeelager der
Pädagogischen Hochschule Erfurt
 / Mühlhausen anlässlich des 1. Mai
 Motto: Tanzveranstaltung in
Beichlingen (Thür.) - Kontakt zur Dorf-
bevölkerung (Songs: Wipe Out, Good
Golly Miss Molly, Hang On Sloopy...)
18.Mai 1975 Hochzeit
Songs: In The Morning & Ein Kleiner
Zug Spielt Seinen Blues
Gitarre: Jolana (CSSR)

News: Günters privates Tagebuch der Band

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